Endlich hat auch das Wetter mitgespielt, so konnten die schnellsten Drifter Österreichs spannende Rennen samt toller Show zeigen. Allerdings: Erneut viel Racing-Pech für den 23 jährigen Tiroler Kawasaki-Piloten Florian Praxmarer.
Im Zeittraining der auf 450ccm Hubraum beschränkten Königsklasse S1 hatte Hannes Maier (OÖ/KTM) die Nase vorn. Er umrundete die Strecke um drei Zehntelsekunden schneller als Rudolf Bauer (OÖ/Yamaha), der sich nur ganz knapp vor dem jungen Lukas Höllbacher (OÖ/KTM) halten konnte. Jürgen Künzel komplettierte die erste Startreihe, gefolgt von Praxi als erster in Reihe zwei.
Der Start ins erste Rennen bringt vorerst keine Positionswechsel. Maier geht in Führung, Bauer, Höllbacher, Künzel und Praxmarer kleben an seinem Hinterrad. Schon in der zweiten Runde kann sich Höllbacher an die Spitze setzen, der Youngster legt einen Gang zu und bringt gemeinsam mit Bauer rasch einige Meter zwischen sich und die Verfolger. Der junge Oberösterreicher kontrolliert das Rennen und holt sich nach 19 Runden einen verdienten Sieg. Maier kann sich in der letzten Runde doch noch an Hochreiter vorbei zwängen und beendet den ersten Lauf auf dem Podium. Florian Praxmarer holt sich Platz fünf, eine Positionsverbesserung war auf dem engen Kurs – bei der gegebenen immensen Leistungsdichte - nicht möglich.
Im zweiten Lauf dann noch mehr Fiasko: Bereits in der ersten Kurve nach dem Start wird Praxi vom späteren Tagessieger Hannes Maier unsanft aus der Kurve – zu Boden - geschickt, er nimmt das Rennen danach als Allerletzer in Angriff. Er arbeitet sich daraufhin kontinuierlich bis auf Platz acht vor, bis die Zielflagge seinen Durchmarsch beendet. Seine Rundenzeiten glichen dabei permanent jenen der Spitzengruppe. Mehr als ein sechster Tagesrang wurde es trotzdem leider nicht.
Erneut kein Podium … Es scheint wie verhext mit dem ersten Podiumsplatz in der heurigen Meisterschaft für den Starkstromelektriker der TIWAG. „Ich weiß es selbst nicht genau, aber immer kommt irgendwas unvorhergesehenes dazwischen. Mein Package aus Motor, Fahrwerk und Reifen stimmt, von den Qualifying-Zeiten her weiß ich, daß ich auch schnell genug für die Spitzengrupe wäre, aber es will irgendwie momentan einfach nicht sein. Da bleibt nichts anderes als noch mehr zu trainieren und beim nächsten ÖM-Lauf noch mehr Gas zu geben“, so Praxmarer kämpferisch.
