Austrian Cross Country Championship (ACC) in Nagycenk, Ungarn
Das heissseste Pferd KTM Österreichs auf der heurigen ACC, Mario Hirschmugl(Stmk), kommt nach staubbedingtem Abbruch nach etwas über einer Stunde Laufzeit als Erster aus der omnipräsenten Staubwolke einer hochsommerlichen Hitzeschlacht ins Ziel und holt sich erstmals die volle Punkteladung für die Meisterschaftswertung. Auf den Plätzen beenden der in Mattighofen lebende Schwede Matte FÄLT (KTM) sowie Sherco/Reitwagen-Reiter Herbert Lindtner (AUT) den Blindflug im Nebel des Grauens der heurigen ACC von Nagycenk. Der Oberösterreicher Markus Auer (KTM) kann sich als Fünfter über sein bestes Saisonergebnis freuen.

Die Staubentwicklung im sommerlichen ACC Spot Nagycenk, nahe Sopron/Ödenburg, bereitete schon in den ersten beiden Läufen der Einsteiger, Damen und Young Riders, sowie den Sportfahrern erhebliche Mühen: Die Luftfilter der Enduros wie auch jene (Atemwegs-Filter) der Fahrer selbst waren im Nu vom Feinstaub der Strecke wie zu-betoniert, die Sichtweiten variierten zwischen Endlos und Null, je nach Wind, Richtung und Geländeform, was v.a. in den Waldpassagen, in denen wahre Wände aus Staub stehenblieben, zu gefährlichen und unerwarteten Sicht-Veränderungen führte.

Was in den langsameren Klassen eher konservativ mit Gas-Zurücknahme bei Sichtproblemen gelöst wurde, entwickelte sich nach Start des dritten Laufes, der schnellsten ACC Reiter zu vielen Blindflügen und grenzwertigen Mutproben: Wer traut sich schneller in die Nebelwände als der andere? Und: Hoffentlich steht da nichts im Weg! bzw. überhaupt: Bin ich noch auf der Strecke?
Der Druck, schnell zu fahren, da Rennen in den schnellsten Wertungsklassen, und die Gefahr, im Blindflug die Strecke zu verlassen, einen Mitstreiter abzuräumen oder ein Loch zu übersehen, nahm nach dem Start noch erheblich zu, was den Veranstalter dazu bewog, nach knapp 1 Stunde 15 Minuten das Rennen abzubrechen: Zu groß die Gefahr für die Teilnehmer, zu unkalkulierbar die herrschenden Risiken.
Fahrer und Partner waren einig: Die einzig richtige Entscheidung
Bei der anschließenden Fahrerbesprechung, bei der die Wertung des Laufes mit vollen Punkten sowie die Gründe für den Abbruch nochmals kundgetan wurden, herrschte genauso Übereinstimmung, wie bei den (selbst teilnehmenden-) Sponsoren-Partnern.
Chris Schipper, KTM Österreich Vertriebs GmbH: "Rennsport auf höchstem Niveau unter Gewährleistung der bestmöglichen Sicherheit zeichnet die ACC aus. Die Entscheidung den dritten Lauf aus Sicherheitsgründen vorzeitig abzubrechen, bestätigt das Verantwortungsbewusstsein des Veranstalters, der trotz Extrembedingungen eine hervorragende Veranstaltung organisieren konnte."
Das Rennen aus der Sicht des besten Oberösterreicheischen Teilnehmers - Markus Auer (KTM)
Ich erwischte zum ersten Mal in dieser Saison einen sehr guten Start und bog als 3. in die erste Kurve. Obwohl nur zwei Fahrer vor mir waren, wirbelten diese auf der ausgetrockneten Strecke so dermaßen viel Staub auf, dass ich das Tempo mangels Sicht nicht mitgehen konnte. In der ersten Runde konnten noch der Wiener Herbert Lindner und der Schwede Fält an mir vorbeigehen, die aber mit hohem Risiko fast blind durch den Staub rasten. Der Tiroler BMW Profi Rudi Pöschl riskierte ebenfalls und ging an mir vorbei, nur um einige hundert Meter weiter im Staub eine Kurve zu übersehen und voll in die Sträucher abzubiegen. Die Staubentwicklung war so stark, dass das Rennen eigentlich irregulär war. Man musste zum Vordermann 150 – 200 Meter Abstand halten um einigermaßen etwas zu sehen. Ich ging auf Nummer Sicher und konnte einen ungefährdeten Fünften Rang nach Hause fahren.
Nachdem mehr als die Hälfte der Renndistanz absolviert wurden werden die vollen Punkte vergeben.
Den Sieg holte sich der Steirer Mario Hirschmugl (KTM), vor dem Schweden Matte Fält (KTM) und Herbert Lindner (Scherco).
Das nächste Rennen zur Austrian Cross Country Championchip findet am 28. August 2010 in der Offroadarena von Joe Lechner statt. zur Eventinfo >>>



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